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| Betondachstein | Tondachziegel | |
|---|---|---|
| Herstellung | Zement, Quarzsand, Pigment, gepresst und ausgehärtet | Ton, geformt und gebrannt |
| Oberfläche | gefärbt oder beschichtet, verwittert sichtbar | Engobe oder Glasur, farbstabil |
| Farbe im Alter | vergraut, Kalkausblühungen möglich | bleibt weitgehend, Engobe kann matt werden |
| Gewicht | Spannen überschneiden sich; klassische Betonmodelle liegen tendenziell im oberen Bereich | Spannen überschneiden sich; flache Formen wie der Biberschwanz liegen deutlich darüber |
| Bruchverhalten | körniger Bruch, dumpfer Klang | keramischer Bruch, heller Klang |
| Preis | günstiger | höher |
🔴 Vor dem ersten Griff ans Dach: die Baujahrfrage. Einen Stein abzunehmen ist bereits ein Eingriff. Wurde die Deckung bis einschließlich 1993 eingebaut, gilt sie bis zum Nachweis des Gegenteils als asbestverdächtig — es gibt Faserzement-Kleintafeln, die genau diese Form nachahmen. Geklärt wird das über die Bau- und Produktunterlagen, sonst über eine Materialprobe im Labor; Umgang, Demontage und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen dafür qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb. Erst danach wird etwas angefasst. Maßgeblich ist genau genommen der Baubeginn des Objekts: Wurde bis einschließlich 31. Oktober 1993 mit dem Bau begonnen, ist mit Asbest zu rechnen; bei später erneuerten Bauteilen zählen deren eigene Einbau- und Produktnachweise.