Ist die Fuge erst einmal offen, verstärkt sich das Problem selbst: Wasser dringt in den Riss ein, gefriert im Winter, der Riss wird größer, und gleichzeitig ist der First an dieser Stelle nicht mehr dicht gegen Flugschnee und Schlagregen. Hinzu kommt der zweite, weniger offensichtliche Effekt: Ein Mörtelbett schließt die Fuge zwischen den Dachflächen vollständig, sodass die Belüftungsebene keinen Auslass mehr hat — die Luft, die an der Traufe eintritt, staut sich unter dem First, statt zu entweichen. Ein Trockenfirst umgeht beide Probleme grundsätzlich, weil Firstband und Firstklammer Bewegung zulassen und gleichzeitig einen offenen Lüftungsquerschnitt erhalten — das ist der Hauptgrund, warum der Trockenfirst inzwischen die Regelausführung ist und ein bestehender Mörtelfirst bei einer Sanierung in aller Regel auf ein Trockensystem umgestellt wird.