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Von Franke Baustoffe
24. Aug. 2026 13 Min. Lesezeit

Schornstein einfassen und abdecken

Der Anschluss ans Dach, die Abdeckung oben — und wo der Schornsteinfeger zustimmen muss
Feuchte am Schornstein hat zwei mögliche Quellen, und sie werden regelmäßig verwechselt: den Dachanschluss unten und den offenen Kopf oben. Erst wenn klar ist, wo das Wasser hereinkommt, lohnt sich Material.
12 Arbeitsschritte
12 typische Fehler
2 Ursachen

Zwei Stellen, zwei Ursachen

Feuchte am Schornstein hat fast immer eine von zwei Quellen, und sie erfordern völlig unterschiedliche Maßnahmen.
Von außen, am Dachanschluss
Regen läuft über die Dachfläche auf den Schornstein zu und muss um ihn herumgeführt werden. Ist der Anschluss undicht, läuft Wasser zwischen Mauerwerk und Deckung in den Dachraum. Das zeigt sich als Feuchtefleck an der Schräge oder am Sparren neben dem Schornstein, meist nach Regen und mit Wind aus einer bestimmten Richtung.
Von oben, in den Zug
Ein oben offener Schornstein nimmt Regen direkt auf. Das Wasser läuft im Zug nach unten, durchfeuchtet das Mauerwerk und löst gemeinsam mit Rückständen aus dem Abgas die Versottung aus — braune, teerig riechende Flecken, die auf der Innenseite der Kaminwand durchschlagen. Diese Flecken kommen durch jede Farbe wieder durch.
Die Unterscheidung ist einfach
Sitzt die Feuchte im Dachraum neben dem Schornstein — Anschluss. Sitzt sie an der Kaminwand im Wohnraum, oft über mehrere Geschosse und mit brauner Verfärbung — von oben oder aus dem Zug.
Beide können gleichzeitig vorliegen. Wer nur eines behebt, sucht danach weiter.

Der Dachanschluss: wie eine Einfassung aufgebaut ist

Ein Schornstein durchdringt die Dachfläche. Damit entsteht eine Fuge, die ringsum wasserdicht sein muss — und zwar so, dass das Wasser um das Bauwerk herum und auf die Dachfläche zurück geführt wird.
Die Einfassung besteht aus vier Bereichen:
Die untere Seite
(talwärts, zur Traufe hin). Hier läuft das Wasser vom Schornstein weg. Die Einfassung wird über die Deckung geführt, sodass Wasser darüber abläuft.
Die beiden Seiten
Hier läuft Wasser am Schornstein entlang nach unten. Die Einfassung wird stufenweise mit der Deckung verzahnt — jede Ziegelreihe bekommt ihren Anschluss, sodass Wasser immer über die nächsttiefere Lage läuft.
Die obere Seite
(bergwärts, zum First hin). Der kritischste Bereich: Hier läuft das gesamte Wasser der oberhalb liegenden Dachfläche auf den Schornstein zu und muss seitlich um ihn herumgeleitet werden. Dafür gibt es die Kehle.
Der obere Abschluss an der Wand
Die Einfassung wird am Mauerwerk hochgeführt und dort dicht abgeschlossen — in eine eingeschnittene Fuge mit Kappleiste oder mit einer aufgesetzten Klemmschiene. Ein selbstklebendes Anschlussband ersetzt diesen Abschluss nicht: Der Kleber allein hält den oberen Rand auf Dauer weder gegen Wärmedehnung noch gegen Wasser, das an der Wand herabläuft. Das Band ist die Abdichtung der Fläche, der obere Rand braucht zusätzlich eine mechanische Sicherung.
Die Anschlusshöhe
ist dabei kein Detail: Die Einfassung muss ausreichend hoch am Schornstein hochgezogen werden, damit Schlagregen und vor allem liegender Schnee nicht darüber hinweggehen. Hinter einem Schornstein sammelt sich im Winter ein Schneesack, der tagelang liegt und beim Tauen Wasser genau in diese Fuge drückt. Ein zu niedrig geführter Anschluss ist im Sommer dicht und im Februar nicht.

Das Wandanschlussprofil mit Dichtung ist die dauerhafte Variante: Es wird oben in die Fuge gesetzt und deckt den Anschluss mechanisch ab, statt nur zu kleben. Ein Anschlussband allein lebt von der Haftung auf dem Putz.

Die Kehle hinter dem Schornstein

Der Bereich oberhalb des Schornsteins ist die Stelle, an der die meisten Einfassungen versagen.
Das Wasser der gesamten oberhalb liegenden Dachfläche trifft dort auf ein Hindernis. Ohne Ableitung staut es sich hinter dem Mauerwerk, und im Winter steht dort Schnee. Deshalb bekommt dieser Bereich eine Kehle — ein Blech, das das Wasser nach beiden Seiten abführt.
Bei breiten Schornsteinen reicht ein flaches Kehlblech oft nicht: Dann wird ein Sattel oder Kaminrücken aufgebaut — eine kleine dachförmige Konstruktion hinter dem Schornstein, die das Wasser aktiv teilt und seitlich wegführt. Sie verhindert auch, dass sich Schnee als kompakter Block anlegt.
Woran man einen fehlenden oder falschen Rücken erkennt
Hinter dem Schornstein steht nach jedem Regen Wasser, dort wächst Moos am stärksten, und das Mauerwerk ist an der oberen Seite dauerhaft dunkel. Nach ein paar Wintern sind die Fugen dort ausgewaschen.
Zur Größenordnung
An einem ungünstig angeschlossenen Schornstein läuft das Wasser einer ganzen Teilfläche zusammen und findet dort seinen Weg nach innen — über Jahre, ohne dass von außen etwas sichtbar wäre. Deshalb ist diese Stelle im Zweifel die erste, die man sich ansieht.

Anschlussband oder Blech mit Kappleiste?

Zwei bewährte Wege, den oberen Abschluss an der Wand herzustellen.

Selbstklebendes Wandanschlussband

Ein formbares Verbundband — meist mit Aluminiumeinlage, als Ersatz für das früher übliche Blei — mit Butylklebeschicht. Es wird auf den Putz oder das Mauerwerk geklebt und in die Ziegelkontur gedrückt.
Vorteil: schnell, kein Schneiden in die Fuge, gut anformbar an unregelmäßige Konturen. Bedingung: Der Untergrund muss fest, sauber und trocken sein. Auf sandendem Putz, auf staubigem Mauerwerk oder auf feuchter Wand hält es nicht. Oft ist eine Grundierung nötig — das steht in der Produktangabe und wird regelmäßig übergangen. Ein Band, das sich nach zwei Jahren an einer Ecke löst, ist die häufigste Ursache für einen erneut undichten Anschluss.

Blech mit Kappleiste

Das Anschlussblech wird an der Wand hochgeführt, darüber wird eine Kappleiste in eine in die Fuge oder ins Mauerwerk geschnittene Nut gesetzt, verankert und mit dauerelastischem Dichtstoff abgeschlossen.
Vorteil: dauerhafter, mechanisch gesichert, unabhängig vom Putzzustand. Aufwand: Es muss geschnitten werden — mit Mauernutfräse oder Trennschleifer, mit Absaugung, auf dem Dach.
Die Entscheidung
Bei intaktem, festem Putz und einer geraden Fläche ist das Anschlussband eine solide Lösung. Bei altem, sandendem Mauerwerk, bei Klinker mit tiefen Fugen und überall dort, wo es dauerhaft halten soll, ist Blech mit Kappleiste die bessere Wahl.
Was in beiden Fällen nicht funktioniert
eine Silikonfuge zwischen Ziegel und Schornstein. Die Bauteile bewegen sich unterschiedlich, die Fuge reißt im ersten Jahr, und danach führt sie Wasser gezielt nach innen statt es abzuhalten. Silikon ist Zubehör zu einer Einfassung, nie die Einfassung selbst.

Unser Dachsystemzubehör Sortiment 40 Produkte

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Der Schornsteinkopf: Abdeckung und Haube

Über der Dachfläche steht der Schornsteinkopf frei in Wind und Wetter — der am stärksten belastete Teil des ganzen Bauwerks.
Die Abdeckplatte schließt den Kopf nach oben ab und lässt die Züge frei. Sie kragt über das Mauerwerk aus und hat unten eine Tropfkante, damit Wasser abtropft, statt an der Wange herunterzulaufen. Ohne Auskragung läuft das gesamte Regenwasser der Plattenfläche an der Mauer entlang — und genau das durchfeuchtet den Kopf.
Ausführungen: Betonabdeckplatte (schwer, langlebig, muss passend zum Querschnitt sein) oder Edelstahlabdeckung (leicht, nachrüstbar, meist als Aufsatz mit Standfüßen). Bei der Edelstahlvariante bleibt der Zug seitlich offen — sie hält den Regen ab, ohne das Abgas zu behindern.
Die Regenhaube oder der Aufsatz
sitzt über der Mündung. Hier ist die Grenze zur Anlagentechnik erreicht: Ein Aufsatz beeinflusst die Strömung. Vor dem Aufsetzen wird der Schornsteinfeger gefragt — bei einer aktiven Feuerstätte ist das verbindlich, nicht optional.
Die Kopfverkleidung
Ein verputzter Kopf reißt mit den Jahren auf; in die Risse läuft Wasser, im Frost sprengt es den Putz ab. Wer den Kopf dauerhaft schützen will, verkleidet ihn — mit Faserzementplatten, Schiefer oder Blech, hinterlüftet montiert. Das ist die haltbarste Lösung und gleichzeitig die, die man von der Straße aus an gepflegten Häusern sieht.
Ein wichtiger Punkt zur Reihenfolge
Wer den Kopf saniert und die Einfassung nicht, hat in zwei Jahren dasselbe Bild. Beides gehört in einen Arbeitsgang — schon deshalb, weil das Gerüst nur einmal steht.

Wenn die Generatorfläche bis an den Schornstein reicht

Wenn eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liegt

Unter einem Modulfeld kommt man an die Deckung nicht heran, ohne Module abzunehmen — und das ist keine Laienarbeit. Die DC-Seite eines Moduls bleibt spannungsführend, solange Licht darauf fällt, auch bei abgeschaltetem Wechselrichter. Demontage und Remontage gehören zur Solarfirma und sind ein eigenes Gewerk mit eigenem Termin und eigenen Kosten.
Rings um den Schornstein liegt die Generatorfläche oft dicht heran. Für die Einfassung wird ringsum gearbeitet — passt der Abstand nicht, müssen Module vorher weichen.

Versottung erkennen

Das Bild
Braune bis gelbbraune Flecken auf der Kaminwand im Wohnraum, oft in Bahnen, manchmal mit teerigem Geruch. Sie schlagen durch jede Wandfarbe hindurch wieder durch — ein sicheres Erkennungszeichen, denn normale Feuchteflecken lassen sich überstreichen.
Die Ursache
ist eine Kombination: Feuchtigkeit im Zug — durch eindringenden Regen von oben, durch Kondensat aus dem Abgas, durch einen zu großen Querschnitt oder zu kaltes Abgas — löst Rückstände aus dem Ruß und transportiert sie ins Mauerwerk.
Was auf dieser Seite dazu gehört
Die Abdeckung von oben gegen eindringenden Regen. Das ist die eine Ursache, die eine Dachmaßnahme ist.
Was nicht hierher gehört
Alles andere. Querschnitt, Kondensat, Innenrohr, Kaminsanierung — das ist Anlagentechnik, und der Ansprechpartner ist der Schornsteinfeger. Wer eine Versottung nur mit einer Abdeckung beantwortet, behandelt möglicherweise das falsche Problem.
Und ein Hinweis, der Geld spart
Sanierputz oder eine Sperrschicht auf der Innenseite beseitigen die Ursache nicht. Solange Feuchte in den Zug gelangt, kommt der Fleck wieder — nur später.

Werkzeug und Material für die Schornsteineinfassung

WerkzeugMaterial
Mauernutfräse oder Trennschleifer mit Absaugung (bei Kappleiste)Wandanschlussband oder Anschlussblech
AndrückrolleKappleiste und Befestiger (Edelstahl)
BlechschereKehlblech oder Kaminsattel
Kartuschenpressedauerelastischer Dichtstoff, außentauglich
BohrhammerGrundierung für das Anschlussband, falls gefordert
Kelle, Spachtelggf. Abdeckplatte oder Kaminabdeckung
Zollstock, Bleistiftggf. Ersatzziegel für die Anschlussreihen
Gerüst oder AuffangsystemReinigungsmittel für den Untergrund
Staubmaske, Schutzbrille, Handschuhe
12 Arbeitsschritte
9 Werkzeuge
8 Materialposten

Schritt für Schritt: Anschluss erneuern

1

Zugang sichern

Gerüst. Der Schornstein ist kein Anschlagpunkt.

2

Bestand aufnehmen

Wo ist der alte Anschluss undicht? Fehlt eine Kehle oberhalb? Wie ist der Zustand des Mauerwerks und des Putzes? Fotos machen — die braucht man später für die Materialbestellung.

🔴 Dabei die Baujahrfrage klären, bevor etwas gelöst wird. Alte Anschlussbänder, Kleber, Kitte, Spachtel- und Beschichtungsmassen sowie Faserzement-Formteile am Schornsteinkopf können asbesthaltig sein. Material aus der Zeit bis einschließlich 1993 gilt bis zum Nachweis des Gegenteils als verdächtig: nicht schneiden, nicht bohren, nicht brechen, nicht abschleifen. Geklärt wird das zuerst über die Bau- und Produktunterlagen; reichen sie nicht, folgt eine Materialprobe im Labor; Umgang, Demontage und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen dafür qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb. Erst wenn das ausgeschlossen ist, geht es weiter.

3

Ziegel rings um den Schornstein abnehmen

So weit, dass an allen vier Seiten gearbeitet werden kann. Reihenfolge merken, Ziegel sicher ablegen.

4

Alten Anschluss entfernen

Bänder, Bleche, Mörtelreste. Der Untergrund muss frei sein.


Phase 2: Anschluss herstellen

5

Unterspannbahn prüfen

Rings um den Schornstein ist sie fast immer in Mitleidenschaft gezogen, wenn es hereingeregnet hat. Beschädigte Stellen jetzt schließen (→ Anleitung Unterspannbahn von innen reparieren). An Durchdringungen gehört die Bahn sauber angeschlossen — hochgeführt und verklebt, nicht nur angeschnitten.

6

Untergrund vorbereiten

Losen Putz entfernen, Fläche reinigen, gegebenenfalls grundieren und trocknen lassen. Dieser Schritt entscheidet über die Haltbarkeit des Anschlussbands.

7

Von unten nach oben arbeiten

Untere Seite zuerst, dann die Seiten, zuletzt die obere Seite mit der Kehle. Jede Lage überdeckt die darunterliegende — so, dass Wasser immer nach unten und außen läuft.

8

Anschluss an der Wand hochführen

und mechanisch sichern: Band aufkleben und mit der Rolle anpressen — und darüber die Kappleiste in der geschnittenen Nut oder eine aufgesetzte Klemmschiene, verankern, mit Dichtstoff schließen. Der Kleber allein ist kein oberer Abschluss (siehe „Der Dachanschluss"). Alternativ die vollständige Blechausführung, ebenfalls mit mechanischem Abschluss.

9

Kehle oder Sattel oberhalb einbauen

und seitlich so anschließen, dass das Wasser in die Fläche geleitet wird.


Phase 3: Kopf und Abnahme

10

Anschlussband in die Ziegelkontur drücken

In jede Welle, in jede Mulde. Ein Band, das die Kontur überbrückt, lässt Wasser durch.

11

Ziegel wieder eindecken

Beschädigte tauschen (→ Anleitung Einzelne Dachziegel austauschen), Sturmklammern setzen.

12

Kontrolle mit Wasser

Von unten nach oben abbrausen, jemand beobachtet im Dachraum. Besonderes Augenmerk auf die obere Seite.

Die häufigsten Fehler an der Einfassung

FehlerFolge
Keine Kehle oberhalb des SchornsteinsWasser und Schnee stauen sich, Fugen waschen aus, Dauerfeuchte
Anschluss zu niedrig hochgeführtim Winter geht der Schneesack darüber, Wasser läuft dahinter
Anschlussband auf sandenden oder feuchten Putz geklebtlöst sich, oft schon im Winter
Grundierung weggelassen, obwohl gefordertdasselbe
Band nicht in die Ziegelkontur gedrücktSchlagregen läuft unter dem Anschluss durch
Silikonfuge statt Einfassungreißt im ersten Jahr, leitet Wasser danach gezielt nach innen
Unterspannbahn am Durchgang nicht angeschlossendie zweite Ebene endet offen genau an der kritischsten Stelle
Kopf ohne Auskragung und Tropfkante abgedecktWasser läuft an der Wange herunter, Kopf bleibt nass
Aufsatz ohne Rücksprache mit dem Schornsteinfeger montiertAbzugsverhalten verändert, im Zweifel Rückbau
Versottung nur innen überstrichenFleck kommt wieder, Ursache läuft weiter
Sich am Schornstein gesicherter ist kein Anschlagpunkt — im Kopfbereich oft mürbe
Nur den Kopf saniert, nicht den Anschlussdasselbe Schadensbild in zwei Jahren, Gerüst zweimal

Was die Schornsteineinfassung kostet

Die Materialkosten für eine Einfassung sind überschaubar — Anschlussband oder Blech, Kappleiste, Kehle, Dichtstoff, gerechnet auf den Umfang des Schornsteins. Eine Abdeckplatte oder eine Edelstahlabdeckung ist ein Einzelteil nach Querschnitt.
Der bestimmende Posten ist auch hier der Zugang. Deshalb: Wenn das Gerüst steht, wird alles am Schornstein in einem Zug gemacht — Einfassung, Kopf, Verkleidung, und gleich die umliegenden Ziegel mit.
Wandanschlussprofilab 13,00 €/m
Blechprofil mit Dichtung, die dauerhafte Variante.
Kappleisteab 3,22 €/Stk.
Deckt den oberen Rand der Einfassung ab.
Anschluss- und Systemteile16,50–43,35 €/Stk.
40 aktive Artikel im Dachsystemzubehör.
Preise aus dem Franke-Sortiment, Stand 25. August 2026, brutto. Spannen über die aktiven Artikel der jeweiligen Warengruppe — Ausführung, Größe und Bedienung bestimmen, wo man darin landet.

Dachdecker oder Schornsteinfeger: wer zuständig ist

Die Trennung, die auf dieser Seite mehrfach vorkommt, in einer Übersicht:
ThemaZuständig
Einfassung am Dachanschluss, Kehle, Ziegel ringsumDachdeckerhandwerk
Abdeckplatte, Kopfverkleidung, Verputz des KopfesDachdecker- oder Maurerhandwerk
Haube, Aufsatz, alles an der MündungAbstimmung mit dem Schornsteinfeger
Querschnitt, Innenrohr, Kaminsanierung, FeuerstättenSchornsteinfeger, Ofen- und Luftheizungsbau
Stilllegung eines nicht mehr genutzten SchornsteinsSchornsteinfeger

Der praktische Rat

Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger kommt ohnehin regelmäßig ins Haus. Bei diesem Termin lässt sich in fünf Minuten klären, was oben zulässig ist — bevor Material bestellt wird.
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Beratungsgespräch bei Franke Baustoffe: Musterplatten und Farbkarten im Vergleich
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Was beachtet werden muss

Absturz
Der Schornstein steht meist nahe am First und wird von allen vier Seiten bearbeitet. Gerüst mit Dachfanggerüst, nicht Leiter. Der Schornstein selbst ist kein Anschlagpunkt — er ist dafür weder bemessen noch geprüft, und alte Köpfe sind im Mauerwerk oft mürbe.
Staub und Absaugung
Beim Schneiden der Nut entsteht mineralischer Staub, quarzhaltig. Fräse mit Absaugung, Staubmaske, Schutzbrille. Nicht in den offenen Dachraum hineinstauben lassen.
Die Feuerstätte
Wird der Schornstein genutzt, wird während der Arbeiten nicht geheizt. Das ist keine Bequemlichkeitsfrage: Es geht um Abgas an der Mündung, direkt am Arbeitsplatz.
Untergrund und Haftung
Selbstklebende Anschlussbänder sind nur so gut wie der Untergrund. Fest, sauber, trocken, gegebenenfalls grundiert. Bei Frost binden viele Kleber nicht ab — die Mindesttemperatur steht auf der Rolle.
Materialverträglichkeit
Metalle nicht mischen. Ablaufendes Wasser von Kupfer zerstört verzinkte Bauteile darunter. Alle Befestiger in Edelstahl.
Blei
Klassische Bleianschlüsse sind aus Umweltgründen zunehmend unerwünscht; heute werden bleifreie Verbundbänder eingesetzt. Wer alten Bleianschluss abnimmt: Handschuhe, nicht in den Hausmüll, sondern zur Wertstoffannahme.
Recht
Für Abgasanlagen gelten die Feuerungsverordnungen der Länder und die Kehr- und Überprüfungsordnung. Änderungen an der Anlage sind anzeige- und abnahmepflichtig. Die Einfassung am Dach ist davon nicht betroffen — die Haube oben schon.
Denkmalschutz
Bei denkmalgeschützten Gebäuden können Kopfform, Material und Farbe festgelegt sein. Vor der Materialauswahl klären.
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