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🔴 Vorher prüfen, was das für eine Schüttung ist. Alte Fehlbodenfüllungen sind nicht automatisch harmlos: Je nach Baujahr können sie asbesthaltige Bestandteile enthalten, und alte Dämmungen können künstliche Mineralfasern der früheren Generation sein, die anders eingestuft sind als heutige Produkte. Auch Schlacke, Bauschutt und mit Holzschutzmittel behandelte Hölzer kommen vor.
| Werkzeug | Material |
|---|---|
| Dämmstoffmesser | Klemmfilz, Rollen oder Platten |
| Zollstock, Richtscheit | bei begehbarem Aufbau: druckfeste Platten oder Verbundplatten |
| Cuttermesser | Dampfbremse (bei Holzbalkendecke) |
| Andrückrolle | Systemklebeband |
| Tacker | Lagerhölzer bei begehbarem Aufbau |
| Handkreissäge oder Stichsäge | Schrauben |
| Staubmaske FFP2, Handschuhe, Schutzbrille | Dämmung für die Bodenluke |
| Besen |
Bohlen quer über die Balken, so dass die gesamte Arbeitsfläche erreichbar ist, ohne je zwischen die Balken zu treten. Nur auf den Balken oder auf den Bohlen laufen. Zwischen den Balken trägt nichts: Dort steht man auf der Dielung oder auf der abgehängten Decke des Raums darunter, und die hält kein Körpergewicht. Bodenluke und Treppenöffnung jetzt sichern. Für ausreichend Licht sorgen — der häufigste Grund für einen Fehltritt ist, dass man die Balkenlage nicht sieht.
Was auf und zwischen den Balken liegt, wird zuerst eingeordnet und erst danach angefasst. Alte Fehlbodenschüttungen, Bahnen, Kleber und Spachtelmassen können asbesthaltig sein; Material, das bis einschließlich 1993 eingebaut wurde, gilt bis zum Nachweis des Gegenteils als verdächtig. Kehren, Absaugen und Umschichten sind genau die Handlungen, die Fasern freisetzen — deshalb steht diese Frage vor dem Räumen, nicht danach. Geklärt wird sie über eine Materialprobe im Labor, die Probe nicht durch Absägen nehmen. Umgang, Demontage und Entsorgung nach TRGS 519 durch einen dafür qualifizierten und ausgerüsteten Fachbetrieb, Entsorgung über Annahmestellen mit Nachweis.
Erst wenn Schritt 2 sauber ausgegangen ist: alles herunter, was auf der Decke lagert. Staub und lose Teile entfernen — Klebebänder halten sonst nicht.
Balkenhöhe messen. Feuchteflecken suchen: dunkles Holz, Stockflecken an der Dachunterseite. Wo Feuchte ist, wird nicht gedämmt, sondern erst die Ursache geklärt.
Auf Dachböden liegen Leitungen häufig frei auf der Decke oder zwischen den Balken. Sie dürfen nicht unter dem Dämmstoff eingepackt und erst recht nicht unter einem begehbaren Belag eingeklemmt werden: Eingebettete Leitungen geben ihre Wärme schlechter ab, ihre Belastbarkeit sinkt, und im ungünstigen Fall entsteht ein Brandrisiko. Leitungen werden deshalb oberhalb der Dämmebene geführt oder die Verlegeart wird angepasst — das gehört in die Hand einer Elektrofachkraft. Verteiler und Verbindungsdosen müssen zugänglich bleiben.
(bei Holzbalkendecke, sofern nach der Prüfung oben erforderlich). Auf die Decke, unter den späteren Dämmstoff. Bahnen überlappen, Stöße verkleben, an den Rändern und an aufgehenden Bauteilen anschließen.
Zwischen die Balken, auf Klemmmaß geschnitten, ohne Fugen und ohne Stauchen.
— wenn die Balkenhöhe nicht reicht oder die Wärmebrücke der Balken unterbrochen werden soll. Quer zur ersten Lage, Stöße versetzt.
An Wänden und Giebeln bis dicht heran dämmen. Am Schornstein gilt der vorgeschriebene Abstand zu brennbaren Baustoffen; welcher das ist, klärt der Schornsteinfeger. Im Zweifel wird dieser Bereich mit nicht brennbarem Dämmstoff ausgeführt, etwa einer Mineralwollplatte.
Nach der Dämmung wird der Speicher deutlich kälter — und damit anfälliger für Kondensat an der Dachunterseite. Sind Trauf- und Firstöffnungen frei? Ziehen sie durch? Ein zugesetztes Traufgitter oder ein zugemörtelter First (→ Anleitung Firstziegel erneuern und befestigen) fällt jetzt stärker ins Gewicht als vorher.
Im ersten Winter gelegentlich hinaufgehen: Beschlägt die Dachunterseite? Gibt es feuchte Stellen an Sparren oder gelagerten Gegenständen? Wer das früh sieht, korrigiert die Lüftung, bevor Schaden entsteht.
Zwei Fragen, die vor dem ersten Lagerholz beantwortet sein müssen.
Auf die Balken, Höhe nach der geplanten Dämmstärke. Ausrichten, damit der spätere Belag eben liegt. Die Hölzer überbrücken die Dämmebene und bilden Wärmebrücken — deshalb so wenige wie statisch nötig, und wo möglich mit einer durchgehenden Dämmlage darunter.
Bündig, ohne Fugen. Unter dem Belag gehört druckfeste Dämmung; normale Klemmfilze werden zusammengedrückt und verlieren ihre Wirkung.
Verlegeplatten oder Spanplatten auf die Lagerhölzer schrauben. Alternativ Verbundplatten aus Dämmung und Deckschicht, die beide Schritte in einem erledigen — sie werden schwimmend verlegt.
Zum Mauerwerk eine Bewegungsfuge lassen, sonst arbeitet der Belag und knarrt.
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Dämmmatten lose ausgelegt, mit Fugen dazwischen | Luft strömt durch die Fugen, Wirkung geht verloren |
| Auf nicht begehbarer Dämmung gelaufen | Dämmstoff gequetscht, genau dort keine Wirkung mehr |
| Dampfbremse über statt unter dem Dämmstoff | Feuchte wird in der Konstruktion eingeschlossen |
| Bodenluke ungedämmt gelassen | größte verbleibende Wärmebrücke der Fläche |
| Randanschluss zur Wand offen | Konvektion am Deckenrand |
| Bei Feuchteschaden trotzdem gedämmt | Schaden wird eingebaut und unsichtbar |
| Abstand zum Schornstein nicht eingehalten | Brandschutzverstoß |