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Kompatibilität & Sanierung – wie finde ich passende Dachziegel für mein Dach?

By: Fabien Sierke
4 min read
Bei Dachsanierungen stehen Hausbesitzer oft vor demselben Problem:
Das alte Dachziegelmodell wird nicht mehr hergestellt. Was nun?

Ob Sturmschaden, Teilsanierung oder kompletter Austausch – die Kompatibilität zwischen alten und neuen Ziegeln ist entscheidend für eine sichere, optisch harmonische und technisch einwandfreie Dachfläche.

In diesem Beitrag erfährst du:
  • Wie man alte Dachziegel eindeutig identifiziert
  • Woran man erkennt, ob neue Modelle kompatibel sind
  • Wie sich Auslaufmodelle ersetzen lassen
  • Welche Alternativen es gibt, wenn nichts mehr passt
  • Welche Fehler bei Sanierungen häufig passieren

Schritt 1 – Hersteller und Modell bestimmen

Der wichtigste Schritt jeder Sanierung ist die Identifikation des bestehenden Ziegels.
Zum Glück gibt es mehrere einfache Methoden:

Prägung auf der Ziegelrückseite

Die meisten Hersteller prägen Logos, Kürzel oder Modellbezeichnungen auf die Unterseite. Typisch sind Hinweise wie:
  • Herstellerkürzel (z. B. CTE für Creaton)
  • Modellname oder -nummer
  • Produktionsjahr oder Chargencode
  • Werk-Kürzel
Tipp: Bei älteren Dächern reicht meist ein einzelner Ziegel, um das Modell zuverlässig bestimmen zu können.

Schritt 2 – Maße und Falzgeometrie prüfen

Selbst bei korrekt identifiziertem Modell muss geprüft werden, ob heutige Produktionsserien noch exakt passen. Ziegel werden im Laufe der Jahre oft überarbeitet, z. B.:
  • anderer Verschiebebereich
  • leicht veränderte Falzen
  • optimierte Wasserläufe
  • andere Lattmaße
Wichtige Maße, die du vergleichen solltest:
  • Decklänge (Lattenabstand!)
  • Deckbreite
  • Seiten- und Kopffalz
  • Bündigkeit der Rippen
  • Überdeckungs­längen
Wichtig: Schon wenige Millimeter Unterschied können dazu führen, dass neue Ziegel nicht sauber einhaken, wandern oder Spannungen erzeugen.

Schritt 3 – Kompatible Nachfolgemodelle nutzen

Viele Hersteller haben für eingestellte Dachziegel direkte Nachfolger entwickelt, die bewusst auf den alten Lattenmaßen funktionieren. Typisch bei Marken wie:
  • Creaton
  • Braas
  • Nelskamp
  • Wienerberger/Koramic
Diese Nachfolger sind oft:
  • leicht größer oder kleiner
  • mit erweitertem Verschiebebereich ausgestattet
  • optisch an die Vorgänger angepasst
Die beste Vorgehensweise:
Musterziegel bestellen und vor Ort ein Probefeld aus 6–8 Ziegeln
legen.
So erkennen Sie sofort, ob Lattabstand, Falzgeometrie und Deckbild harmonieren.

Schritt 4 – Was tun, wenn das Modell wirklich nicht passt?

Wenn weder Originalmodell noch Nachfolger kompatibel sind, gibt es mehrere Optionen:

Option 1: Teilbereich neu decken

Z.B. komplette Dachseite austauschen, wenn Farbton/Optik stark abweichen.

Option 2: Übergangsprofil nutzen

Für manche Altmodelle gibt es Zwischenlösungen, die den Übergang zum neuen Modell erleichtern.

Option 3: Auf neues Modell umdecken

Bei Dächern >40 Jahre oft ohnehin sinnvoll, da:
  • Unterspannbahnen oder Latten veraltet sind
  • energetische Sanierung ansteht
  • PV (Photovoltaik) geplant wird

Option 4: Re-Used Ziegel

Zunehmend beliebt: gebrauchte Ziegel aus Rückbauprojekten.
Vorteile:
  • farblich identisch
  • passgenau
  • sehr nachhaltig

Häufige Fehler bei Sanierungen (und wie du sie vermeidest)

Fehler 1: Ziegel ohne Probefeld verlegen

→ Kann zu Versatz oder Wassereintritt führen.

Fehler 2: Falschen Lattabstand übernehmen

→ Unbedingt Datenblatt prüfen – oft als PDF verfügbar.

Fehler 3: Farbabweichungen unterschätzen

→ Neue Ziegel wirken frischer, glänzender, heller/dunkler.

Fehler 4: Zubehör vergessen

Arbeit auf dem Dach lohnt sich nur einmal – daher prüfen:
  • Firstsysteme
  • Ortgang
  • Lüfterziegel
  • Klammern
  • Unterspannbahn

Fehler 5: Alte Unterkonstruktion ignorieren

Sichtkontrolle immer durchführen:
  • Konterlattung
  • Sparren
  • Durchdringung
  • Windsogsicherung

Wann lohnt sich der Komplettaustausch?

Ein vollständiges Neueindecken lohnt sich besonders, wenn:
  • das Modell nicht mehr kompatibel ist
  • das Dach älter als 35–40 Jahre ist
  • PV-Anlage geplant wird
  • die Dachhaut bereits Undichtigkeiten zeigt
  • die Dämmung modernisiert werden soll
Häufig sinken die Gesamtkosten, wenn man nicht zweimal auf dem Dach arbeiten muss.

Fazit – Kompatibilität entscheidet über Aufwand und Kosten

Eine erfolgreiche Sanierung steht und fällt mit der richtigen Identifikation und Prüfung der Kompatibilität. Viele ältere Modelle lassen sich problemlos durch Nachfolgemodelle ersetzen – aber nur, wenn Maße und Falzgeometrie stimmen.

Mit Musterziegeln, Probefeld und einem Blick auf die Lattung lassen sich teure Fehler vermeiden.

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